Olivenöl und Pesto-Bitter-Falle: Beim Mixen auf Stufe 10 oder Variable-Vollgas werden die Olivenöl-Polyphenole mechanisch aufgebrochen – bereits 10 bis 15 Sekunden auf höchster Stufe reichen, damit das Pesto auf der Zunge nachzieht und eine herbe Schärfe bekommt, die man beim ersten Schluck noch kaum merkt, aber im Abgang deutlich spürt. Abhilfe: Basilikum, Pinienkerne, Parmesan und Knoblauch erst auf Stufe 5–6 grob zerkleinern (ca. 10 Sekunden), Mixer stoppen, dann auf Stufe 1–2 neu starten und das Olivenöl langsam durch die Deckelöffnung einlaufen lassen. Sobald das Pesto homogen aussieht, sofort stoppen. Das letzte Drittel Öl lässt sich auch von Hand mit dem Löffel unterrühren – das ist die sicherste Methode und erhält die fruchtig-runde Note des Öls vollständig.
Basilikum reagiert empfindlich auf Wärme: Vorgekühltes Behälterglas oder kurz anfrieren des Basilikums (5 Minuten Tiefkühler) verhindert das Oxidieren und hält das Pesto leuchtend grün. Pinienkerne kurz trocken in der Pfanne toasten – eine Minute auf mittlerer Hitze – verstärkt ihr nussiges Aroma deutlich.