Löwenzahnblätter brauchen keine Handschuhe — sie brennen nicht. Trotzdem gründlich unter fließendem kaltem Wasser waschen, um Schmutz und mögliche Parasiten zu entfernen. Junge Blätter vor der Blüte (März bis Mai) sind merklich milder im Geschmack; später im Jahr intensivieren sich die Bitterstoffe spürbar.
Löwenzahnblätter sind voluminös und faserig — ein Entsafter trennt hier Saft und Trester, wirft also fasergebundene Inhaltsstoffe weg. Im Vitamix wird die ganze Pflanze auf höchster Stufe aufgeschlossen, und du kannst die Bitterkeit über den Aufschlussgrad und die Flüssigkeitsmenge steuern, ohne ein zweites Gerät zu brauchen.
Die Bitterkeit lässt sich gut steuern: Wer einen milderen Smoothie möchte, gibt mehr Banane oder Mango hinzu, oder tauscht einen Teil der Löwenzahnblätter gegen mildere Blüten aus. Umgekehrt — wer den herben Wildkräuter-Charakter schätzt — kann die Blattmenge leicht erhöhen (maximal 60 g für 2 Portionen, danach wird die Bitterkeit sehr dominant). Der Spritzer Zitronensaft hellt die Farbe auf und rundet den Geschmack ab.
Löwenzahnblüten (nur die gelben Blütenköpfe, ohne Stängel) sind mild-süßlich und können als Topping auf den fertigen Smoothie gelegt werden — oder mit in den Mixer. Den Stängel nicht mixen, er enthält mehr Bitterstoffe als die Blätter.
Diesen Smoothie findest du auch in unserer Übersicht zu Wildkräuter-Smoothies — dort zeigen wir, wie Brennnessel, Giersch und Bärlauch im Mixer funktionieren.
Hinweis: Sammle nur Pflanzen, die du sicher bestimmen kannst, und auf deine eigene Verantwortung hin. Verwechslungen mit giftigen Pflanzen können gefährlich sein — sammle im Zweifel nicht. Alle gesammelten Wildkräuter gründlich waschen (Fuchsbandwurm). Diese Hinweise ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Medikamenteneinnahme bitte immer ärztlich abklären.