Warum kein Bitter-Risiko beim Pesto Rosso: Bei grünen Pesto-Varianten emulgiert das zugegebene Olivenöl direkt in das wässrige Kräutermilieu – auf hoher Drehzahl brechen die Polyphenole des Öls auf und erzeugen Bitterkeit. Beim Tomaten-Pesto ist das anders: Die eingelegten Tomaten bringen selbst Öl und eine hohe Trockenmasse mit. Das Öl aus dem Glas wird beim Abgießen teilweise mitgegeben (nicht komplett abtropfen lassen!), und die konzentrierte Tomatenmasse puffert die Emulsion. Zusätzliches Olivenöl kann auf Stufe 1 eingearbeitet werden – die Gefahr eines umschlagenden Bitterpunkts ist deutlich geringer. Dennoch: kurz und gezielt mixen bleibt die beste Methode.
Tipp zur Qualität: Die Qualität der getrockneten Tomaten bestimmt das Ergebnis entscheidend. Tomaten in Öl aus dem Glas (nicht in Brine/Wasser) sind die beste Wahl – sie sind weicher, aromatischer und bringen die nötige Fettbasis mit. Beim Abgießen ca. 1 EL Öl aus dem Glas mit in den Mixer geben. Die Tomaten müssen nicht völlig trocken sein.
Anpassung der Konsistenz: Wer ein dickeres Pesto möchte, mixt kürzer und auf niedrigerer Stufe. Für eine feinere Textur (z.B. als Pasta-Sauce) einfach 1 bis 2 EL Pastawasser unterrühren – die Stärke bindet das Pesto und macht es geschmeidig.