Walnüsse und die Bitter-Falle: Walnüsse enthalten Tannine und Gerbsäuren, die beim Mixen auf hoher Drehzahl intensiver freigesetzt werden als bei Pinienkernen. Das addiert sich mit der Olivenöl-Polyphenol-Dynamik und kann das Pesto unangenehm herb machen. Die Lösung ist zweistufig: Erstens die Walnüsse kurz trocken rösten (1 bis 2 Minuten auf mittlerer Hitze, bis sie aromatisch duften) – das Rösten mildert die Tanninschärfe deutlich. Zweitens die Stufentrennung einhalten: Trockenzutaten zunächst auf Stufe 5 bis 6 grob vorzerkleinern, dann stoppen und das Öl auf Stufe 1 langsam einlaufen lassen. Das letzte Drittel Öl per Löffel unterrühren ist bei Walnuss-Pesto besonders empfehlenswert.
Basilikum-Wahl: Für dieses Rezept eignet sich großblättriges Basilikum genauso wie klassisches Genovese-Basilikum. Das kräftigere Aroma hält dem erdigen Walnuss-Ton stand. Wer den Walnuss-Charakter noch mehr betonen möchte, kann 5 g Parmesananteil durch etwas Pecorino Romano ersetzen – das verstärkt den würzigen Kontrast.